PRT der Wirbelsäule

Das Verfahren der PRT ist ein Teil der interdisziplinären Schmerztherapie von Wirbelsäulenerkrankungen und wird in der Computertomografieabteilung durchgeführt. Wir behandeln seit vielen Jahren erfolgreich akute und chronische Schmerzzustände an der Hals- und Lendenwirbelsäule, hervorgerufen entweder durch Bandscheibenvorwölbungen oder Degeneration an den Wirbelgelenken. Die CT-gestützte periradikuläre Therapie (PRT) bzw. die Facetteninfiltration sind unseres Erachtens gute und sichere Methoden der semikonservativen Schmerzbehandlung, die in Kombination mit physiotherapeutischen Maßnahmen geeignet sind, bei vielen Patienten eine Besserung Ihres Beschwerdebildes zu erreichen.

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Die Therapie wird ambulant durchgeführt und dauert ca. 15 Minuten je Behandlungstermin. Planen Sie 30 Minuten für die Nachbeobachtungszeit in unseren Räumen ein. Sie können die Praxis nach Beendigung der Behandlung mit einer Begleitperson verlassen. Wegen der Nachwirkungen dürfen Sie nach der Therapie nicht selbst mit dem Auto fahren und erst frühestens nach 8 Stunden wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und an laufenden Maschinen arbeiten. Lassen Sie sich darum bitte von einem Angehörigen abholen!

Für diese Untersuchung können Sie einen Termin über unser Kontaktformular oder DOCTOLIB vereinbaren.

Bitte bringen Sie zur Untersuchung immer Ihre Voraufnahmen und Befunde der Wirbelsäule sowie ein Handtuch mit.

Hier finden Sie die Formulare für PRT der LWS, für PRT der HWS sowie den Fragebogen zur Anamnese.

Fragen und Antworten

  • Bandscheibenprolaps
  • Schmerzen durch Narben nach Bandscheibenoperation
  • enger Spinalkanal
  • Rezessustenosen
  • Stenosen der Foramina
  • Paresen oder sensible Ausfälle durch Nervenwurzelkompression

Seit 2013 hat der Bewertungsausschuss der Krankenkassen diese Leistungen im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt. Aufgrund dieser Tatsache können wir die PRT und Facettenbehandlung nur noch zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbringen, sofern Sie uns von Schmerztherapeut*innen im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie überwiesen werden.

Bei Überweisung von anderen Fachärzten können wir Ihnen die PRT/Facettenbehandlung nur noch als Selbstzahler-Leistung (IGeL-Angebot) anbieten. Die Behandlung wird Ihnen dann privat in Rechnung gestellt, nachdem Sie zuvor eine Honorarvereinbarung unterschrieben haben.

Es werden mit geringer Röntgenstrahlung Planungsbilder angefertigt, so dass die Injektion genau an der schmerzverursachenden Stelle erfolgen kann. Die exakte Lage der Nadel wird erst kontrolliert, bevor das Medikament injiziert wird. Wir verwenden fast immer ein Kortisonpräparat und im LWS-Bereich auch ein Betäubungsmittel.

Wir bieten Ihnen auch die Injektion des homöopathischen Mittels Traumeel an. Das hat weniger Nebenwirkungen und viele Patienten berichten auch über einen deutlich besseren Therapieerfolg. Dieser betrifft vor allem Patienten mit einem Fazettensyndrom, d. h. wenn die Verschleißerscheinungen überwiegen und kein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Da das von den Krankenkassen prinzipiell nicht erstattet wird, haben Sie die Möglichkeit, diese Therapie als individuelle Gesundheitsleistung zu erhalten. Sie erhalten beim ersten Termin ein Aufklärungsgespräch, in dem wir die Behandlung mit Ihnen planen und im Anschluss die Injektion verabreichen. Die Behandlung wird Ihnen privat in Rechnung gestellt, nachdem Sie vor Beginn eine Honorarvereinbarung unterschrieben haben.

Die Therapie kostet:

  • pro Injektion mit Schmerzmittel = 80,00 Euro
  • bei der ersten Behandlung fallen zusätzlich Beratungskosten an = 10,00 Euro

Die Behandlung kann in Abhängigkeit vom klinischen Verlauf nach 2 Wochen wiederholt werden. Wenn Sie nach 3 Behandlungen keine Besserung spüren, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, um eine andere Therapieoption zu besprechen. Bei sehr starken Schmerzen kann die Injektion auch wöchentlich erfolgen. Wenn die Symptome nachlassen, ist die Therapie beendet. Sagen Sie dann bitte weitere Termine ab.

Lebensbedrohliche Komplikationen (z. B. Herz-Kreislauf bzw. Atemstillstand) und schwerwiegende Unverträglichkeit sind extrem selten. Eine Verletzung benachbarter Organe und Gefäße lässt sich nicht völlig ausschließen. Äußerst selten sind Nervenschäden mit bleibenden Lähmungen.

Betäubungsmittel u.a. Medikamente, die wir im Rahmen der Blockade verwenden, können unerwünschte Wirkungen haben. Da diese vor allem bei bestimmten Vorerkrankungen oder Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, fragen wir in der Anamnese danach. Beantworten Sie bitte die Fragen sorgfältig. Der Arzt wird mit Ihnen über mögliche Probleme sprechen.

Blutergüsse sind selten, aber eine für einige Tage andauernde Zunahme der Schmerzen oder eine Entzündung können die Folge sein. Deshalb sollten Sie blutverdünnende Medikamente drei Tage vorher absetzen – fragen Sie Ihren Hausarzt, ob das möglich ist und/oder ob Sie für diesen Zeitraum ein anderes Medikament einnehmen können.

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